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 Betreff des Beitrags: Sinn und Unsinn der Zucht
#1BeitragVerfasst: 16.05.2008 12:01 
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Die Geschichte der Katzen ist -wie auch die Geschichte der anderen "Arbeitstiere" (Hunde, Pferde etc.)- eine Geschichte der Anpassung und in gewissem Maße auch der Zucht, so sie denn als domestizierte Katzen einer Zucht zugänglich waren.
Als "Hauskatzen" waren sie für den Menschen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt immer nützlich, als Mäuse- und Rattenfänger. Man darf vor dieasem Hintergrund davon ausgehen, daß sich nicht nur eine natürliche Entwicklung vollzogen hat, sondern der Mensch auch ein wenig eigegriffen hat. So war letztendlich die Vermehrung körperlich und mental besonders fähiger Mäuse- und Rattenjäger von besonderem Interesse. dabei stand -wie bei der Hundezucht auch- nicht das Aussehen, sondern die Weiterentwicklung der natürlichen Fähigkeiten und Eigenschaften im Vordergrund, Katzen blieben mit Leib und Seele Katzen, waren an ihre Aufgaben und die Umwelt nur besonders gut angepaßt.
In diesem Zusammenhang fände ich es übrigens sehr interessant, jeweils die Entstehungsgeschichte der heute existierenden Katzenrassen zu untersuchen. Eine ganze Reihe heute existierender Katzenrassen sind im Grunde aus natürlich entstandenen Formen weitergezüchtet worden (ich glaube, auch die Coons).

Und dann kam die Zeit, in der die oben beschriebenen Aufgaben der Katzen in den Hintergrund traten und Katzen zu Modeartikeln, zu schmückendem Beiwerk einer Oberschicht wurden. Jetzt wurden die verschiedenen Katzenrassen systematisch gezüchtet, wurden zur Ware und dabei kam es auf Aussehen an, auf Rassemerkmale und die Katzeneigenschaften oder Gesundheit waren dabei -ganz im Gegensatz zu früher- oft genug einfach störend.
Mein erstes Fazit: Es gibt heute keinen nachvollziehbaren Grund für Katzenzucht und Rassezucht mehr, wenn man die Katze als schützenswertes Lebewesen sieht. Die heute vorhandenen Rassen, die aus einer "Nutzkatze" hervorgegangen sind, werden trotzdem nicht aussterben, denn es sind meist Katzen, die an eine bestimmte Umwelt optimal angepaßt sind. Nur sie würden nicht mehr überall und zu jeder Zeit verfügbar sein.

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LG Wolfgang und
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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn und Unsinn der Zucht
#2BeitragVerfasst: 16.05.2008 12:32 
Wolfgang hat geschrieben:
Mein erstes Fazit: Es gibt heute keinen nachvollziehbaren Grund für Katzenzucht und Rassezucht mehr, wenn man die Katze als schützenswertes Lebewesen sieht. Die heute vorhandenen Rassen, die aus einer "Nutzkatze" hervorgegangen sind, werden trotzdem nicht aussterben, denn es sind meist Katzen, die an eine bestimmte Umwelt optimal angepaßt sind. Nur sie würden nicht mehr überall und zu jeder Zeit verfügbar sein.


Hi Wolfgang,
Dein erstes Fazit sehe ich etwas zwiespältig, für mich ist der Genpool bei den freilebenden Katzen in der Regel immer begrenzt, dies könnte zu Erbschäden/Krankheiten führen. Z.B. HCM ist bestimmt auch bei "Streunern" sehr verbreitet. Nur kenne ich keine Statistiken betrifft HCM und Europäische Hauskatze.

Oder siehst Du es dann als von der Natur gegeben an, daß nur der Stärkere überlebt. Dann würde für mich fast nur die EHK überleben, denn es sind selten Rassekatzen als Freigänger unterwegs.

In Deutschland wären dann für mich z.B. die Rasse der Cooni`s sehr schnell ausgestorben. Denn ich wage mal zu behaupten, weit über 90% dieser Rasse sind der Wohnung optimal angepaßt. Also nix von natürlicher Umwelt.

P.S.
Über die Entsstehung der Cooni`s habe ich schon etwas unter Katzenrassen geschrieben Bild


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#3BeitragVerfasst: 16.05.2008 13:01 
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Balou, ich gebe Dir recht mit der Zwiespältigkeit und dem Genpool. Aber das ist ja u.a. ein Aspekt, mit dem man sich mal auseinandersetzen sollte, was durchaus auch mal untersucht werden könnte. Was die Coones betrifft, so glaube ich in deren "Entwicklungsgeschichte" gelesen zu haben, daß sie z.B. als Schiffskatzen eingesetzt wurden und aus dem rauhen, Nordamerikanischen Norden stammen, an dessen Umwelt sie ja hervorragend angepaßt sind. Aber Du hast recht, hier in Deutschland oder in den südlicheren Staaten etc. würden sie relativ schnell aussterben. Das meinte ich ja auch mit der nicht mehr beliebigen Verfügbarkeit.
Zur Frage des "Darvinismus". Das wird ohnehin immer mißverstanden. "Naturgesetzlich" überlebt der am besten an seine Umwelt und die Lebensbedingungen angepaßte, und das ist eine sehr komplexe Angelegenheit.
Natürlich ist meine Frage (bzw. meine indirekte Antwort) nicht absolut zu verstehen. Tatsächlich möchte ich einfach mal darüber nachdenken, ob überall jede Katzenrasse verfügbar sein muß, weil wir uns in sie verliebt haben (genauso wie ich es diskussionswürdig finde, ob man sich hier bei uns unbedingt exotische Tierarten wie Schlangen, Reptilien, Vögel etc, halten muß, ob wir Menschen tatsächlich ein Recht darauf haben, jederzeit über das gesamte Tierreich, nur so zu unserem Vergnügen zu verfügen- klar, hinkender Vergleich, aber Denkanstoß). Und ich denke, Du hast ja schon mitbekommen, daß ich z.B. Coonies wirklich unheimlich mag (vor allem Deine, sonst würdest Du ja keinen Bunker bauen müssen). Und wenn sie auch hier bei uns wirklich Katzen sein können, dann sollen sie es auch sein. Aber müssen heute noch Lebewesen gezüchtet werden, die zwar eine gewisse Ähnlichkeit mit Katzen haben, in Form, Farbe und Verhalten aber ganz auf den Geschmack und das Bedürfnis von Menschen gezüchtet sind, die sich damit schmücken möchten?
Während ich das hier so schreibe, vielleicht sollte man sich mal nicht über Rasse- sondern Zuchtstandards Gedanken machen, d.h. z.B. als erstes über die Zielsetzung der Zucht.
So, ich höre jetzt auf, sonst schreibe ich ein Buch und verzettele mich noch dazu.

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#4BeitragVerfasst: 16.05.2008 13:41 
Wolfgang hat geschrieben:
...Aber müssen heute noch Lebewesen gezüchtet werden, die zwar eine gewisse Ähnlichkeit mit Katzen haben, in Form, Farbe und Verhalten aber ganz auf den Geschmack und das Bedürfnis von Menschen gezüchtet sind, die sich damit schmücken möchten?
Während ich das hier so schreibe, vielleicht sollte man sich mal nicht über Rasse- sondern Zuchtstandards Gedanken machen, d.h. z.B. als erstes über die Zielsetzung der Zucht.
So, ich höre jetzt auf, sonst schreibe ich ein Buch und verzettele mich noch dazu.


Wolfgang,
solange eine Nachfrage besteht, wird es auch ein Angebot geben, oder umgekehrt.

Bin wirklich nicht dafür alles und jedes zu reklementieren, es kann aber doch nicht für mich sein, daß jeder, aber auch wirklich jeder Katzen vermehren kann und darf. Egal ob er Ahnung von Vererbung und was weiß ich noch hat.

Bin auf einem Dorf aufgewachsen, damals gab es dort noch 2 Bauernhöfe, wenn eine Katze Junge bekommen hat, dann hat der Bauer eins oder zwei behalten, der Rest wurde getötet. Die Katzen wurden als reine Mäusevertilger angesehen.

Eine Rassekatze war damals für Normalverdiener nicht zu bezahlen. Vielleicht müßten die Preise für Rassekatzen so hoch steigen, daß die Nachfrage sinkt.


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#5BeitragVerfasst: 16.05.2008 13:45 
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Ich kann die Diskussionen bzgl. Rassekatzen durchaus nachvollziehen, aber nicht dieses Schwarz-Weiß-Denken, was ich leider hier oft bei diesem Thema feststellen muss.

Viele unserer Rassekatzen wurden einst von Seefahrern aus fernen Ländern nach Europa gebracht, ohne Zucht wären uns diese Tiere evtl. nur noch durch Zeichnungen bzw. Erzählungen bekannt und nur durch die Zucht war es möglich, viele dieser Rassen zu erhalten. Ich spreche hier nicht von Qualzuchten, das ist ein anderes Thema.

Beim Züchter muss ich für ein Rassetier eine ganze Menge Geld berappen und bekomme auch noch Auflagen, wie z. B. Kastrationsnachweis, denn erst dann wird der Stammbaum ausgehändigt. Die Tiere dürfen nicht, ohne den Züchter zu informieren, weitervermittelt werden. Viele Züchter nehmen ihre Tiere im Notfall auch wieder zurück, egal, wie lange sie bei den Besitzern gelebt haben. Gen-Tests, Gesundheitschecks, Impfungen, Entwurmungen sind im Preis inbegriffen. Auch hier gibt es „schwarze Schafe“, aber ich werde deshalb die Zucht, die zur Erhaltung einer Rasse beiträgt, nicht verteufeln.

Von den vielen produzierten EKH-Kätzchen, die en mass in verschiedenen Anzeigenportalen zu finden sind und ab ca. 30 € angeboten werden, spricht hier niemand. Für ein süßes EKH-Katzenbaby sind viele bereit, diesen Spottpreis zu zahlen - Hauptsache ein Baby und so jung wie möglich. Was sich jedoch dahinter verbirgt, danach fragt keiner und genau diese Tiere sind es, die dann letztendlich unsere Tierheime bevölkern. Hier wäre Aufklärung dringend von Nöten. Und genau diese Leute nennen sich ebenso Züchter.

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#6BeitragVerfasst: 16.05.2008 14:03 
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Schön, daß Du so schnell geantwortet hast, dann kann ich ja meine letzten Gedankengänge gleich zum Besten geben. Aber zunächst einmal, klar das wird nur über den Preis gehen, aber leider gibt es ja letztendlich eine "Überproduktion", sodaß die Preise eher sinken können. Ich habe auch nicht die Erwartung, eine Lösung zu finden (und Reglementierung ist immer die Schlechteste). Ich versuche eigentlich nur, mir der ganzen Problematik ohne Züchterschelte etc. (vielleicht sogar recht emotionslos) etwas bewußter zu werden.
Aber ich habe auch nochmal über den Genpool nachgedacht. Ich denke (das heißt also ich weiß nicht!) daß der Genpool in der Natur außerordentlich groß ist, denn die Lebens- und Umweltbedingungen sind ja nahezu unendlich. Deshalb ist ja im Prinzip nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Vielfalt innerhalb einer Art so groß. Aber wie groß kann denn am Ende ein Genpool sein, wenn aufgrund der Rassemerkmale die tatsächliche Vielfalt immer mehr eingegrenzt, auf ein Minimum beschränkt wird? Ist das nicht ein Grund für die vielen Erbschädigungen bei "Rassekatzen"?
Übrigens, Dein Bauernhofbeispiel ist letztendlich das, was ich mit der früheren Form von Zucht meine und das ist heute natürlich überhaupt nicht mehr akzeptabel (und natürlich passiert das heute noch). Aber es zeigt eben auch den Konflikt, in dem wir uns heute bewegen. Einerseits sind wir nun aufgeklärt genug, um den Tierschutzgedanken und die Tierliebe (im positiven Sinne) in den Vordergrund zu stellen, andererseits können und wollen wir auch hinsichtlich der "Verwendung" der Katzen unsere Bedürfnisse nicht so ohne Weiteres hintenanstellen. Das heißt, die Katzen haben ihre ursprüngliche Funktion als Mäusevertilger weitestgehend verloren, welche haben sie heute und was davon ist noch Artgerecht?
Wie gesagt, ich denke einfach darüber nach, und zu welchem Schluß ich auch komme, den Schuh muß ich mir auch immer selbst anziehen, denn ich habe ja selbst Katzen (völlig egal, ob Rasse oder Wald und Wiese) und ich möchte sie nicht missen.

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#7BeitragVerfasst: 16.05.2008 14:15 
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Hallo, Ursula, Du bist mir gerade beim Schreiben dazwischengeraten. Aber natürlich will ich auch auf Dich gleich antworten. Du hast völlig recht mit der Arterhaltungsgeschichte, finde ich auch gut und richtig. Und Ja, ja, ja, das ganze Problem bezieht sich eben nicht nur auf Rassekatzen sondern das war Du zu EKH geschrieben hast ist genau ein zentraler Aspekt meiner Diskussion und meiner Gedanken (wie gesagt, ich habe ja gar keine Rassekatzen). Und ja, ich glaube, die ganze Problematik läßt sich nur über das Bewußtsein lösen. Und das geht eben nur, wenn man sich wirklich auf das Problem konzentriert und dieses verdeutlicht und nicht in schwarz-weiß-Kategorien arbeitet.
Deshalb ja auch immer wieder meine Frage (warum schafft sich jemand eine Katze an?) Denn derjenige, der die niedliche Billigkatze von einem Vermehrer, Züchter etc. kauft, verursacht letztendlich zum großen Teil die Probleme. Der muß sich im Klaren sein, was er tut. Dann geht auch die Nachfrage zurück und damit die Existenzgrundlage der Vermehrer.

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#8BeitragVerfasst: 16.05.2008 14:51 
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Ich weiß nur sehr wenig über Zucht, Zuchtvereine und deren Auflagen.

Wenn ich aber richtig informiert bin, braucht man eine gewisse Klassifizierung für eine Katze, mit der man züchten möchte, was wieder voraussetzt, dass man mit dieser Katze zu Ausstellungen geht, wo es diese dann von Zuchtrichtern gibt oder auch nicht. Stimmt das so? Und was gerade diese Ausstellungen angeht, waren sich neulich in der Umfrage viele einig, dass man seinem Tier das nicht antun sollte... Bild

Die erste Nacktkatze ist durch eine Mutation entstanden und wäre von alleine auch ganz schnell wieder ausgestorben, wenn der Mensch nicht eingegriffen und mit ihr weitergezüchtet hätte... Bild Das ist etwas, was ich nicht nachvollziehen kann.

Irgendwann vor Monaten habe ich einen Fernsehbericht über einen Hundezüchter gelesen (weiß leider die Rasse nicht mehr), der erst dann Nachwuchs produziert, wenn er eine feste Abnehmerliste hat. Er nimmt die potentiellen "Bewerber" genau unter die Lupe und wenn sie denn für ihn als Abnehmer in Frage kommen, müssen sie auch noch so lange warten, bis genug andere mit ihnen auf der Warteliste stehen. Und er verlangt auch einen stolzen Preis.

Würden Katzenzüchter genau so handeln, gäbe es sicher auch nicht so viele Rassekatzen in den Tierheimen... Bild Ich sehe jedenfalls, dass Katzenrassen auch einer Modeerscheinung unterliegen. Die Perser ist halt ein bisschen "aus der Mode" gekommen. "In" sind wohl gerade Coonies, BKH's und Orientalen. Wenn man mal googelt, gibt es so wahnsinnig viele Catterys, dass ich mich frage, wo sollen diese Kitten überall unterkommen? Und da sind Katzenrassen bei, die ich überhaupt nicht kenne... Bild Z.B. American Bobtail, Highland Fold, Kanaani, LaPerm, Korat... Ist das unbedingt nötig?

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#9BeitragVerfasst: 16.05.2008 17:18 
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Unbedingt nötig erscheint mir das sicherlich nicht. So sehr ich durchaus die Erhaltungszucht befürworten kann, die ständige Entwicklung neuer Rassen (die dann vielleicht irgendwann wieder erhalten werden müssen) halte ich eben für völlig absurd.
Natürlich sind alle unsere Katzen Hauskatzen und eben keine Wildkatzen und als Wilde Katzen würden sie auch nicht geduldet und gepflegt (und sie würden eben nicht die Wälder, sondern unsere Mülltonnen bevölkern).
Aber wäre es nicht schön, wenn sich wieder stabile Populationen echter Wildkatzen überall ansiedeln könnten. Was würde auch hier für eine Vielfalt aufgrund der unterschiedlichen Regionen entstehen, so wie es weltweit schon verschiedenste Arten von Wildkatzen (ich meine damit nicht Tiger, Löwe oder Leopard) gibt. Klar, das löst keines der hier diskutierten Probleme, ist halt nur ein Traum. Denn wenn ich das richtig beobachte, beginnt ja seit einiger Zeit eine neue Zuchtoffensive: Exotische Wildkatzen mit Hauskatzen zu kreuzen um damit ein wenig Wildnis in die guten Stuben zu bringen (dann muß man wenigstens nicht raus in die Natur und sich deren unbequemlichkeiten aussetzen).

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#10BeitragVerfasst: 16.05.2008 17:52 
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Angela hat geschrieben:
Wenn ich aber richtig informiert bin, braucht man eine gewisse Klassifizierung für eine Katze, mit der man züchten möchte, was wieder voraussetzt, dass man mit dieser Katze zu Ausstellungen geht, wo es diese dann von Zuchtrichtern gibt oder auch nicht. Stimmt das so? Und was gerade diese Ausstellungen angeht, waren sich neulich in der Umfrage viele einig, dass man seinem Tier das nicht antun sollte... Bild

Ich habe noch nie eine Katzenausstellung besucht und kenne nur die in der Umfrage erwähnte Doku und hier bleibe ich dabei, das lehne ich ab. Habe aber keinen Vergleich zu anderen Ausstellungen.

Angela hat geschrieben:
Die erste Nacktkatze ist durch eine Mutation entstanden und wäre von alleine auch ganz schnell wieder ausgestorben, wenn der Mensch nicht eingegriffen und mit ihr weitergezüchtet hätte... Bild Das ist etwas, was ich nicht nachvollziehen kann.

Qualzuchten hatte ich erwähnt, ist aber ein anderes Thema. Mir ging es um Erhaltung der Rasse.

Angela hat geschrieben:
Irgendwann vor Monaten habe ich einen Fernsehbericht über einen Hundezüchter gelesen (weiß leider die Rasse nicht mehr), der erst dann Nachwuchs produziert, wenn er eine feste Abnehmerliste hat. Er nimmt die potentiellen "Bewerber" genau unter die Lupe und wenn sie denn für ihn als Abnehmer in Frage kommen, müssen sie auch noch so lange warten, bis genug andere mit ihnen auf der Warteliste stehen. Und er verlangt auch einen stolzen Preis.

Findest Du auch unter Katzenzüchtern. Habe z. B. eine Kollegin, die auf ihren Neuzugang 10 Monate gewartet hat.

Angela hat geschrieben:
Würden Katzenzüchter genau so handeln, gäbe es sicher auch nicht so viele Rassekatzen in den Tierheimen... Bild Ich sehe jedenfalls, dass Katzenrassen auch einer Modeerscheinung unterliegen. Die Perser ist halt ein bisschen "aus der Mode" gekommen. "In" sind wohl gerade Coonies, BKH's und Orientalen.

Ebenso wie die von mir genannten EKH-Katzenbabies, findest Du in diesen Anzeigen die sogenannten Rassekatzen zum Dumpingpreis, als Massenware. Dort werden sie für 200 - 300 € angeboten (bestenfalls sind sie entwurmt, mehr nicht) und genau hier sollten alle Alarmglocken klingeln und das sind die Katzen, die dann im TH landen. Das hat für mich nichts mit verantwortungsvoller Zucht zu tun.
Ich will die Zucht sicher nicht beschönigen. Wer aber ein Rassetier möchte, sich vorher informiert, es sich leisten kann und das Tier aus einer guten Cattery erwirbt, soll auch seine Freude daran haben. Viel verwerflicher finde ich die Hinterhofzüchter, die Vermehrer, die wahllos Kater auf Katze setzen und es nur darum geht, so viel Nachwuchs wie möglich zu produzieren. Ist ein Muttertier ausgelaugt, landet es bestenfalls im TH, eine neue Katze wird angeschafft und das Rad dreht sich weiter.

Angela hat geschrieben:
Wenn man mal googelt, gibt es so wahnsinnig viele Catterys, dass ich mich frage, wo sollen diese Kitten überall unterkommen? Und da sind Katzenrassen bei, die ich überhaupt nicht kenne... Bild Z.B. American Bobtail, Highland Fold, Kanaani, LaPerm, Korat... Ist das unbedingt nötig?

Die Korat ist übrigens eine aus Thailand stammende Katze und zählt zu den ältesten Katzenrassen der Welt. Die anderen Rassen sagen mir momentan ebenso nichts.

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#11BeitragVerfasst: 16.05.2008 19:16 
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Habe die Beiträge zur "Fischkatze" nach Tierschutz verschoben.

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#12BeitragVerfasst: 21.05.2008 11:30 
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Sorry, aber ich kann's mir nicht verkneifen, hier noch mal einen Artikel über Züchter einzustellen... Bild

Und ja: ich vertrete die gleiche Meinung wie die Schreiberin... Bild


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#13BeitragVerfasst: 21.05.2008 13:01 
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Habe die Sendung auch gesehen. Es ist schon unfaßbar was Menschen ihren Tieren zumuten. Vielleicht sollte man diese "Züchter" auch mal in Käfigen austellen, begutachten, in die Länge ziehen, und komisch anziehen und auf der Bühne präsentieren.
Auch ich finde den Bericht der Schreiberin toll und schließe mich ebenfalls an.
Das was dort gemacht wird, hat für mich nichts mehr mit Tierliebe zu tun, da geht es nur um "sehen und gesehen" werden und natürlich um den Profit.


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#14BeitragVerfasst: 21.05.2008 14:38 
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Der Artikel zielt doch auf die ausgestrahlte Doku und auf Ausstellungen hinaus. Es gibt auch Zuchtvereine, wo Ausstellungen nicht zwingend erforderlich sind. Meine Kenntnisse bzgl. Zucht sind gleich Null, aber ich werde ein Thema auch nicht einseitig betrachten, lesen was andere schreiben, ohne selbst Recherchen, beide Seiten betreffend, anzustellen. Erst dann werde ich mir eine eigene Meinung bilden. Der Begriff "Züchter" ist nicht geschützt und somit darf sich jeder, der Nachwuchs produziert "Züchter" nennen.

Mir ist ein verantwortungsvoller Züchter, der nach den Zuchtrichtlinien züchtet lieber, als ein Schwarzzüchter, der behauptet, seine Tiere wären nur preiswerter, weil sie keinen Stammbaum besitzen. Es wird immer wieder Liebhaber geben, die eine bestimmte Rasse bevorzugen (ist doch bei Hunden nicht anders) und dann ist es nur gerechtfertigt, wenn sie sich ein Tier aus einer verantwortungsvollen Zucht holen können und nicht auf Schwarzzüchter zurückreifen müssen, denn die wird es immer geben, insofern hier nicht ein Riegel vorgeschoben wird.

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#15BeitragVerfasst: 21.05.2008 14:38 
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Habe die Sendung auch gesehen, der Beitrag Topmodels auf Tatzen "hätte von mir sein können".

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