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 Betreff des Beitrags: Katzenmobbing - Was können wir tun?
#1BeitragVerfasst: 17.06.2016 06:03 
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Streuner
Streuner

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Hallo zusammen,

wir haben folgendes Problem:

Noch zu Studienzeiten haben wir uns eine Katze aus dem Tierheim geholt (inzwischen ist sie ca 5 Jahre alt, genau wissen wir das nicht). Sie war damals total ängstlich gegenüber Menschen und hat sich nur nachts aus dem Regal getraut. Das Tierheim hatte uns gesagt, dass man die Katze niemals richtig streicheln können wird aber mit viel Zeit und Geduld hat meine Frau das hinbekommen und inzwischen ist Momo eine absolute Knuddelkatze - zumindest bei Menschen die sie kennt.

Nun haben wir beide inzwischen das Studium fertig und arbeiten viel, weshlab wir Momo zu Liebe eine zweite Katze holen wollten. Leider hat das ganze keine gute Vorgeschichte. Die Großmutter eines Freundes ist gestorben und wir haben damals notfall-mäßig die Katze für eine Zeit bei uns aufgenommen. Diese hat allerdings Momo immer nur verprügelt, so dass wir die beiden damals trennen mussten. Das Gleiche Ergebnis hatte eine zweite Vergesellschaftung mit einer kleinen Katze aus dem Tierheim. Nachdem diese sehr langsam und mit viel zwinkern versucht hat, sich Momo über Wochen hinweg zu nähern und dabie nur Agressionen und Angst zurück bekommen hat (Momo Faucht und verschwindet unter dem Sofa etc.) hat die neue Angefangen unsere Momo zu mobben. Das hat damit geendet, dass Momo hinter einem Vorhang saß und vor und zurück wipte und das über Tage hinweg. Deshalb haben wir auch damals den schweren Schritt unternommen und die beiden getrennt.

Nach Rücksprache und Beratung mit dem Tierheim haben wir uns diesesmal für eine sehr zurückhaltende Katze entschieden. Anfänglich sind beide voreinander weggelaufen aber das Blatt hat sich nun so gewendet, dass Momo die neue quasi "mobbt". Sobald die Neue wegläuft wird hinterhergerannt und geschrien und den ganzen Tag wird nur am Eingang zu dem Zimmer der neuen (sie versteckt sich immer in dem zimmer, in dem sie auch angekommen ist) gehockt und darauf gewartet, dass man mal hinrennen, fauchen und nach ihr schlagen kann. Bis heute morgen hat das ganze ohne Körperkontakt stattgefunden, aber nun hat die Neue sich mal richtig einen gefangen, als sie von ihrem Napf in ihr Zimmer fliehen wollte.

Die neue isst auch nicht richtig mit Momo in einem Raum, sondern ergreift die Flucht sobald sie eine Möglichkeit dazu sieht und lässt ihr essen zurück.

Dazu sollte ich wohl noch unsere Fütterungsmethode schildern. Da in der alten WG ein Hund war (mit dem Momo sich wunderbar verstanden hat), der immer alles aufgefressen hat was übrig geblieben ist konnten wir nicht dauerhaft Trockenfutter hinstellen. Deshalb gibt es feste Fütterungszeiten an die Momo gewöhnt ist und die wir nach dem Umzug nicht umgestellt haben.

Könnt ihr mir irgendwelche Tipps geben? Wir versuchen das mit der Vergesellschaftung nun schon seit fast 2 Monaten. In der ersten Zeit hatten wir Urlaub aber inzwischen nicht mehr und ich schätze mal, dass die "Belagerun" den ganzen Tag anhält wenn wir nicht da sind.

Viele Grüße
Dennis


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 Betreff des Beitrags: Re: Katzenmobbing - Was können wir tun?
#2BeitragVerfasst: 17.06.2016 10:20 
:welcome: Dennies

Hm,ja ich weiss nicht so Recht....evt.möchte und sollte Momo einfach als Einzelkatze weiter leben. :|
Sicher ist es zu zweit schöner :thumbsup:
Aber wenn eben Katzen schon einige Jahre immer allein lebten,ist es sehr schwer,sie zu vergesellschaften :|
Und sie war bisher immer allein,ausser im TH,oder? Und das sie dort so in sich gekehrt war und nicht kuscheln wollte,lag evt. auch an den anderen Katzen. :dontknow:
Du hast ja wirklich Geduld und versuchst es immer wieder...aber man kann auch nichts erzwingen. ;)

Aber so wie das nun wieder bei Euch ist,fühlt sich ja keine Katze richtig wohl....wie lange soll man den beiden das noch an tun...

Finde es aber schön,das Du für die beiden Vorgänger jeweils ein neues Zuhause gefunden hast und hoffe,sie sind nun glücklich und zufrieden! :thumbsup:


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 Betreff des Beitrags: Re: Katzenmobbing - Was können wir tun?
#3BeitragVerfasst: 17.06.2016 14:21 
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Hofkatze
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Sorry...gab ein kleines Problem beim versenden

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Liebe Grüße
Birgit


Zuletzt geändert von Lillymama am 17.06.2016 15:07, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Katzenmobbing - Was können wir tun?
#4BeitragVerfasst: 17.06.2016 15:03 
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muß mich an meine Vorrednerin anschließen!
Es gibt Katzen, die einfach keinen Artgenossen wünschen. Meine Lilly (jetzt 17 Jahre) ist auch so eine.
Wie bei Euch mit Hund aufgewachsen, hatte sie auch nie ein Problem mit ihnen. Egal, ob es meine eigenen, Urlaubs- oder Pflegehunde waren, sie verhielt sich bei ihnen immer entspannt. Genau wie Ihr, dachte ich vor 12 Jahren, (als grad mal kein Hund da war) dass ihr ein Artgenosse doch ganz gut tun würde. Lilly war damals 5 und Toby, ein einäugiger 16 Wochen alter Kater aus dem Tierheim, den keiner wollte. Die große Liebe war es nie! Nicht das schöne gemeinsame Kuscheln, und spielen, was man so im Kopf hat. Sie haben sich tolleriert, miteinander arangiert...aber Lilly war der Chef. Was die Schwierigkeiten bei der Vergesellschaftung betrifft, hatte Lilly auch viele Möglichkeiten, denn wir hatten immer mal Katzenwelpen zur Aufzucht, oder Halbwüchsige, für die im Heim gerade kein Platz war, bei uns. Lilly mochte aber KEINE EINZIGE! Selbst die Kleinen wurden bespuckt.
Das bringt mich gleich zum Mobbingproblem, den damit kämpfe ich auch seit kurzem. Wie gesagt, Lilly war der Chef...aber jetzt ist sie alt, nicht mehr so fix und höhrt auch schlecht...und somit ist Kater Toby jetzt Chef. Bei mir verlief dieser Prozess allerdings nicht so mit Kampf, Streit und Blutvergießen, nein, es kam ganz langsam und schleichend, so dass ich ihn kaum bemerkte. Toby macht es mit Anstarren, wenn keiner dabei ist. Mobbing unter Katzen funktioniert nicht nur mit Kratzen und Fauchen, manchmal reicht es, wenn sie dich nur mit den Augen fixieren. Ich habe im Heim schon Katzen beobachtet, die kläglich miauend unter sich machten....weil sie von einer anderen angestarrt wurden.
Meine Katzenomi hatte also, von mir unbemerkt, ihren Rang eingebüßt, verzog sich in ihren Korb, nahm an nichts mehr teil...und wurde unsauber. (und ich dachte schon, damit leben zu müssen....alte demente Omis pullern auch mal ein)
Jetzt wohnt sie seit 14 Tagen im Kinderzimmer. Vormittags und Nachmittags ist die Tür für einige Stunden offen...ansonsten gehört das Zimmer ihr allein...und siehe da, Katze sauber, glücklich und zufrieden. Spielt wieder, frisst besser und tagsüber dürfen die anderen Tiere auch mal ins Zimmer. :nicci_(129)
Natürlich merke ich jetzt sofort, dass Lilly's Anspannung steigt, wenn Toby in ihre nähe kommt (das sieht man gut an den Pupillen, die werden rießig---sogenannte Stress- oder Angstaugen). ...und es ist auch nicht die Lösung, die ich mir gewünscht hätte, würde auch lieber gern mit Lilly abends auf dem Sofa schmußen, aber für sie ist es perfekt.
Die neue Situation hat sich bei uns ganz gut eingependelt und mal ehrlich, Toby mit 12 Jahren wegzugeben ist nicht mal Lilly zu liebe für mich ne Option.
Das ist jetzt natürlich viel erzählt,...bringt Dir aber auch keine Lösung.
Bevor du aufgibst, würde ich dir noch einen Vorschlag machen. Wir hatten mal 2 Streithähne im Heim und haben folgendes versucht. Katzen getrennt, beide nur mit einem Waschlappen gestreichelt (möglichst Kopf und Backen) und die Lappen in die Zimmer der anderen Katze gelegt so gewöhnen sie sich an den Geruch des anderen. Dann getrennte Zimmer, aber mit Sichtkontakt (Gittertür). Die Futternäpfe der beiden sind dann Tag um Tag Richtung Tür gewandert und am ersten Tag ohne Fauchen ging die Tür auf. Die beiden haben sich natürlich auch nie geliebt....aber sie konnten wieder miteinander ohne Kampf.
Einen Versuch wäre das vielleicht wert?! Viel Glück :yahoo:

LG
Birgit

_________________
Liebe Grüße
Birgit


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