Katzenforum Bubastis

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 Betreff des Beitrags: Hormon-Durcheinander nach Kastration?
#1BeitragVerfasst: 02.03.2012 14:21 
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Alphakatze
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Mir geht schon lange durch den Kopf:
Was passiert eigentlich mit dem Hormonhaushalt der Katzen und Kater nach der Kastration? Inzwischen weiß man, dass die Geschlechtshormone in Gemeinschaft mit allen anderen Hormonen (Insulin, Schilddrüsenhormone usw.) für ein ausgewogenes Verhältnis im Körper sorgen und nicht nur der Fortpflanzung dienen. Diese Ausgeglichenheit ist (beim Menschen) auch wichtig zur Verhinderung von Tumoren, Übergewicht, depressiven Verstimmungen usw.
Ich vermute mal, dass das bei Katzen auch nicht anders ist, aber wir muten unseren Fellnasen durch die Entfernung der Eierstöcke und Hoden einfach zu, ohne diese Hormone auszukommen. Selbst beim Menschen wird erst in letzter Zeit erforscht, wie wichtig das Zusammenspiel aller Hormone ist.
Kein Wunder, dass unsere Puschel schon immer so missmutig und knurrig ist, sie leidet wahrscheinlich auch unter den fehlenden Hormonen. Ich werde das demnächst mal mit unserer besprechen und fragen, ob es für weibliche Katzen auch ein leichte Hormontherapie gibt. Umsonst ist Puschel ja nicht so dick - am Fressen kann es nämlich nicht liegen. Ob man bei Katzen auch feststellen kann, in wieweit bestimmte Hormone fehlen?

Klar, Puschel ist nun bald 12 Jahre alt, da würde das wohl nicht mehr viel bringen, aber der Gedanke, dass viele Katzen wegen fehlender Hormone ihr Leben lang leiden, lässt mich nicht los.

Kastration muss sein, das ist mir völlig klar und es leiden sicher nicht alle Katzen darunter. Aber es einfach so hinzunehmen, dass eine Kastration auch die Lebensqualität sehr beeinträchtigen kann, will und kann ich nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormon-Durcheinander nach Kastration?
#2BeitragVerfasst: 02.03.2012 15:10 
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Hofkatze
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Darüber hab ich mir auch Gedanken gemacht als es bei uns so weit war. Ich hatte über eine Sterilisation als Alternative nachgedacht. Nachdem ich dann aber einiges über Rolligkeit gelesen hatte und der Qualen die diese für die Katze mit sich biringt (zu bringen scheint), hatte ich das für Mia ausgeschlossen. Mir ist klar geworden, dass nicht allein die Fortpflanzung durch eine Kastration verhindert wird. Für mich hab ich entschieden, dass ich eine Kastration samt Eingriff in den Hormonhaushalt für das kleinere Übel halte.

Bei Merlin hab ich bis kurz vor den Termin noch gezögert. Es soll ja durchaus potente Kater geben die nicht Markieren und nicht das typische Katerverhalten zeigen. Möglicherweise wäre Merlin so ein Exemplar gewesen (also wenn er sterilisiert statt kastriert worden wäre). Nunja, jetzt ist zu spät...
Merlin ist allerdings auch aus dem Tierschutz und seine Kastration im Abgabevertrag geregelt- ob die da mit sich hätten reden lassen?
(Die hatten mir sogar bei der Abholung geraten erst einen Kastrationstermin zu machen wenn er anfängt zu markieren. :shock: )

Merlin war schon 7 und Mia 6 Monate alt als wir endlich kastrieren konnten. Bis dahin waren sie ja dauernd krank. Es musste also schleunigst gehandelt werden.

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass kastrierte Katzentiere in ihrer psychischen Entwicklung stehen bleiben. Ob das wohl so ist?
Sicherlich entwickelt sich eine menschennahe Wohnungskatze nicht so sehr zur Eigenständigkeit wie ein Streuner, aber ob da auch die fehlenden Hormone mit rein spielen.

Es soll ja sogar hormonelle Verhütungsmittel für Katzen geben deren Anwendung dann einige Nebenwirkungen mit sich bringt.
Wie auch immer- Hormonanwendungen für Katzen sind sicher um einiges heikler als schon beim Menschen.

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Mia und Merlin


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 Betreff des Beitrags: Re: Hormon-Durcheinander nach Kastration?
#3BeitragVerfasst: 02.03.2012 16:54 
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Alphakatze
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Oh ja, die Antibabypille für weibliche Katzen gibt es durchaus und wird von Züchtern angewandt, wenn ihre weiblichen Tiere zu einer Zeit nicht tragend werden sollen oder wenn es für sie keine passenden Deck-Kater gibt. Neuerdings wird in der humanen Medizin ja sehr viel über synthetische und natürliche Hormon-Ersatztherapien diskutiert, wobei man festgestellt hat, dass synthetische Hormone vom Körper wesentlich schlechter vertragen werden als natürliche und auch viel mehr Nebenwirkungen haben. Ich schätze, dass bei Tieren (bei Menschen leider auch noch überwiegend) nur synthetische Hormone (weil billiger und für die Pharma-Industrie lukrativer) zum Einsatz kommen.

Kastrationen sind nötig, das ist auch mir klar. Über Sterilisation habe ich auch schon nachgedacht. Dagegen spricht, wie du schon erwähnt hast, das Markierverhalten der Kater und die Rolligkeit der Katzen. Leider gibt es wohl noch keine Alternativen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormon-Durcheinander nach Kastration?
#4BeitragVerfasst: 02.03.2012 17:13 
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Alphakatze
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Ich habe hier einen interessanten Link zum Thema gefunden - der bezieht sich zwar auf Hunde, aber bei Katzen werden die Auswirkungen ähnlich sein: Kastration und mögliche Folgen

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormon-Durcheinander nach Kastration?
#5BeitragVerfasst: 02.03.2012 18:28 
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Stefanie hat geschrieben:
Irgendwo hab ich mal gelesen, dass kastrierte Katzentiere in ihrer psychischen Entwicklung stehen bleiben. Ob das wohl so ist?

Ohne jetzt irgendwo nachgelesen zu haben, glaube ich daran weniger. Alle meine Katzen wurden frühzeitig kastriert, außer eine, die vom TS kam und bereits erwachsen und unkastriert aufgefunden wurde. Dass sie an Intelligenz eingebüßt haben, konnte ich nicht feststellen. Jede meiner Katzen hat bestimmte Vorlieben und Abneigungen, sie sind im Charakter unterschiedlich, wie wir Menschen auch. Nur eines ist ihnen durch die Kastration abhanden gekommen: der Trieb zur Arterhaltung. Ansonsten sind es ganz normale Katzen.

@ Edda

In dem von Dir eingestellten Link geht es ausschließlich um Hunde und sollte deshalb nicht verallgemeinert werden. Bei Katzen und Katern ist mir lediglich bekannt, dass sie durch die Kastration zu Übergewicht neigen können, das ist wohl bei meiner Reza auch so. Dabei ist sie nicht übermäßig dick, ich würde sie eher als etwas "propper" bezeichnen. Meine anderen Katzen, hatten/haben immer eine ganz normale Katzenfigur.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormon-Durcheinander nach Kastration?
#6BeitragVerfasst: 02.03.2012 19:57 
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Ursula, ganz genau, noch nicht einmal in der humanen Medizin ist wirklich erforscht, was ein hormonelles Ungleichgewicht für Folgen haben kann und um das hormonelle Ungleichgewicht ging es eigentlich. Wenn Frauen ein Total-OP hinter sich haben, brauchen sie in den meisten Fällen anschliessend ein Hormon-Ersatz-Therapie, bei Katzen fragt niemand, wie es ihnen unter den geänderten hormonellen Bedingungen geht. Das war meine Überlegung bei diesem Thema! Ein hormonelles Ungleichgewicht - egal ob bei Mensch, Hund oder Katze - hat meistens gravierende Folgen. Tiere müssen ganz einfach damit klar kommen, da fragt niemand, ob sie depressiv verstimmt sind oder sonst irgendwelche Probleme haben. Darüber habe ich nur nachgedacht.

Das soll auf keinen Fall heißen, dass man seine Tiere nicht kastrieren lässt!!! Die Probleme mit ungewollten Katzenbabies, ausgesetzten, vernachlässgten und gequälten Tieren, die oft ein elendes, krankes Dasein führen, können nur durch gezielte Kastration eingedämmt werden.

Allerdings mache ich mir als Tierhalter doch auch Sorgen/Gedanken, was ich meinem Tier aufbürde. Mir ist allerdings sehr wohl bekannt, das hormonelle Störungen (und eine Kastration gehört eindeutig dazu) noch ganz anderes Unwohlsein auslösen können als "nur" Gewichtszunahme.

Im Übrigen hatte ich bei Einstellung des Links erwähnt, dass es dort nur um Hunde geht ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Hormon-Durcheinander nach Kastration?
#7BeitragVerfasst: 02.03.2012 20:35 
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Edda hat geschrieben:
Ein hormonelles Ungleichgewicht - egal ob bei Mensch, Hund oder Katze - hat meistens gravierende Folgen. Tiere müssen ganz einfach damit klar kommen, da fragt niemand, ob sie depressiv verstimmt sind oder sonst irgendwelche Probleme haben. Darüber habe ich nur nachgedacht.

Das Thema ist viel zu komplex, um nur zwischen Mensch, Hund oder Katze zu unterscheiden, hier muss ebenso das jeweilige Geschlecht berücksichtigt werden. Bei Hunden z. B. sind so einige, auch folgenschwere, Nebenwirkungen, die nach einer Kastration eintreten können, bekannt, die bei der Katze entweder gar nicht oder viel seltener vorkommen. Deshalb ist es mir wichtig, dass das Thema nicht verallgemeinert wird.

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